Montag, 19. August 2019
Notruf 112
Feuerwehr Markoldendorf

Beitragsnews

Jugendfeuerwehr zum Kreiszeltlager in Paderborn
Eine Woche Spiel - Spaß - Action und "Familien" Leben
Brandeisatz Brennt Landmaschine
Brennende Landmaschine in Deitersen
Brandeinsatz Brennt Freifläche
Freiflächenbrand entpuppt sich als Rundballenbrand
Dienstabend der Einsatzabteilung
Einsatzübung Vegetationsbrand
Jugendfeuerwehr sichert Schulweg
Schützen muss man auch die kleinsten Verkehrsteilnehmer

Stadt Dassel ehrt verdiente Feuerwehrmitglieder

 Zahlreiche Feuerwehrleute aus dem Gebiet der Stadt Dassel haben bei einer Feierstunde im »Wilhelm Busch Landhaus« in Lüthorst die Feuerwehrehrennadel der Stadt Dassel für 25- ,40- ,50- und 60-jährige Mitgliedschaft erhalten sowie eine Auszeichnung des Landesfeuerwehrverbandes verliehen bekommen. Sie opferten ihre Freizeit, engagierten sich für den Nächsten und riskierten im Ernstfall sogar ihr Leben, sagte Dassels Stadtbrandmeister Harald Sehl in seiner Eröffnungsrede. Für diesen Einsatz wurden die Feuerwehrleute jetzt vom Bürgermeister der Stadt Dassel, Gerhard Melching, im Beisein des Brandabschnittsleiter Henning Thörel ausgezeichnet. Dabei würdigten unter anderem Melching, Thörel, Sehl und dessen stellvertreter Tobias Oppen das Engagement der Geehrten. Der Bürgermeister betonte, dass das Stadtgebiet Dassel seine Feuerwehren zu schätzen weiß - Er erinnerte an das Großfeuer in London, was die Kameraden dort alles möglich gemacht haben, um Leben zu retten - das verdiene Hochachtung. Diese erwies Melching auch alle Feuerwehr-Kameraden im Stadtgebiet. Sie sorgten schon seit Jahrzehnten für die Sicherheit und das ehrenamtlich. Uwe Fingerhut, Ortsbürgermeister von Lüthorst eröffnete seine Grußworten mit einem Zitat von Wilhelm Busch das die Wichtigkeit des Ehrenamts in den Fokus stellt. Dies trifft auf alle Feuerwehr-Kameraden zu, die ihre ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Bevölkerung mit großem Engagement einsetzen, betonte Fingerhut. Brandabschnittsleiter Henning Thörel stellte die Menschen hinter der Arbeit der Feuerwehr in den Mittelpunkt seiner Grußworte. Sie seien die Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Feuerwehren. Anschließend nahmen Melching und Sehl die Ehrungen vor. Für 25 Jahre in der Feuerwehr wurden Martin Helmker, Frank Bandemer, Helmut Meier, Jens Fricke, Achim Lampe, Wolfgang Harzke, Wolfdietrich Kappe, Edith Sarstedt, Dirk Gobrecht, Ingo Ruhnau, Marcus Rolf und Udo Bönig ausgezeichnet. 40 Jahre in der Feuerwehr sind: Jürgen Baye, Reiner Henne, August-Wilhelm Lucas, Hans-Joachim Weißmann, Dietmar Rheingardt, Heiner Heise, Uwe Fingerhut, Henning Koch, Uwe Männecke, Horst Sander, Rainer Neumann, Matthias Neumann und Helmut Glende. Für 50-jährige Zugehörigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr wurden Karl Erdmann, Willi Cichosz, Wilfried Volger, Albert Schweiß, Werner Dietrich, Bernhard Wauker, Robert Schnepel, Friedhelm Schnepel, Kurt Boluke, Wilhelm Schaper, Rudolf Schamuhn, Manfred Dörge und Günter Papenberg mit der Feuerwehrverdienstnadel der Stadt Dassel ausgezeichnet. Die Goldene Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes erhielten Kurt Böhmke und Robert Schnepel (beide Lüthorst) und für 60 Jahre Friedhelm Grobe und August Deike ebenfalls aus Lüthorst. Außerdem wurden Beförderungen vorgenommen: Rainer Rauch, Alexander Bartscher, Patrick Stahlmann und Volkhard Sassin wurden zu Löschmeistern befördert. Zu Oberlöschmeistern wurden Oliver Sassin und Benjamin Lotz befördert und Henning Mickan zum Hauptlöschmeister. Sebastian Schoppe wurde zum ersten Hauptlöschmeister und Tobias Oppen zum Brandmeister befördert. Die Ernennung für weitere sechs Jahre im Dienste der Feuerwehr erhielten der Ortsbrandmeister Bernd Schwerdfeger und sein stellvertreter Gary Scheele aus Lauenberg. Martin Oppen aus Portenhagen wurde für sechs weitere Jahre zum stellvertretenden Ortsbarndmeister in Portenhagen ernannt. Bericht: Einbecker Morgenpost / Peter Kitzig

Geehrte und beförderte Mitglieder der FF Markoldendorf

Das Foto zeigt die geehrten und beförderten Mitglieder der Feuerwehr Markoldendorf.

Newsflash

Jugendfeuerwehr sichert den Schulweg

„The same procedure as every year“, so oder so ähnlich begrüßen sich die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Markoldendorf jedes Jahr aufs Neue in den Sommerferien. Ein besonderer Dienst wird dann immer durchgeführt.

Im Rahmen der vier Kernaufgaben der Feuerwehren legt die Jugendfeuerwehr das Wort „Schützen“ so aus, dass die jungen Kameraden den Schulweg ein Stückchen sicherer machen bzw. die Autofahrer darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Schulzeit wieder begonnen hat. Mit den Schildern der Verkehrswacht „Tempo Runter - Schule hat begonnen“ macht man den Teilnehmern im Straßenverkehr noch mal deutlich, dass die jüngsten Verkehrsteilnehmer wieder unterwegs sind. Die Idee hinter dieser Maßnahme, dass die Jugendfeuerwehr die Plakate aufhängt, ist ganz einfach. Schließlich möchte man damit den jungen Brandschützern schon zeigen, worauf es im gemeinschaftlichen Leben ankommt.

Besonders aufpassen müssen die Verkehrsteilnehmer zu den Schulwegzeiten morgens zwischen 7:30 Uhr und 9:00 Uhr sowie mittags ab etwa 12:00 Uhr. Die größte Unfallgefahr besteht allerdings beim Nachhauseweg, da die Kinder dann geistig erschöpft sind, aber Bewegung brauchen. „Sie spielen und rennen also im Straßenverkehr, ohne immer an alle Regeln zu denken. Hier ist dann der Autofahrer gefordert, sich auf ein solches Verhalten vorzubereiten und entsprechend zu reagieren“, betonen die Kollegen der Verkehrswacht und der Polizei.

Die Jugendlichen vor einem der Plakate
Ortseingan von Dassel kommend
Aktiv beim aufhängen
Die Plakate sollen auf die Jungen Verkehrsteilnehmr hinweisen
An der Scheune
Auch Privatpersonen unterstützen uns bei dieser Aktion

Hier ist jeder aktiv gefordert, einen rücksichtsvollen Fahrstil an den Tag zu legen. Dass besonders die Jüngsten – die Schulanfänger – gefährdet sind, liegt auf der Hand. „Üben, üben, üben“, rät die Feuerwehr Markoldendorf allen Eltern. Sie sollten mit ihren Kindern den Weg zur Schule auch jetzt noch, kurz vor dem ersten Schultag am Samstag, trainieren und auf Gefahrenstellen aufmerksam machen. Auch die Kontrolle sei wichtig, erklärt Stahlmann, denn durch neue Freunde könne es schon nach kurzer Zeit zu Abweichungen vom eingeübten Schulweg kommen. Dieses Verhalten kenne man ja noch von sich selbst. Außerdem sei es wichtig, ein vorbildliches Verhalten zu zeigen. „Die Kinder merken genau, ob die Eltern sich auch an die Regeln halten“, sagt der Jugendfeuerwehrwart. Man solle zudem darauf verzichten, die Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, da Routine und sicheres Verhalten nur durch regelmäßiges Gehen entstehe.

Eine zusätzliche Gefahr bietet ein Blick auf das Smartphone. Bei Tempo 40 beispielsweise kann das den Bremsweg auf rund 80m verlängern. Eine gefährliche Distanz, mit der die jungen Teilnehmer im Straßenverkehr nicht rechnen und auch manch Erwachsener erstaunt ist.

Allen Erstklässlern wünschen wir einen guten Start in die Schulzeit, allen anderen Schülern ein erfolgreiches Schuljahr 2019/2020.

Dienstabend Vegetationsbrandbekämpfung

Am vergangenen Dienstag stand bei uns der erste Dienstabend nach der Sommerpause auf dem Plan. Den Einstieg in das Dienstgeschehen nutzten wir, um auf die aktuellen Temperaturen oder aber auch die Trockenheit einzugehen. Schließlich konnte man vor 44 Jahren sehen, wohin eine langanhaltende Trockenheit bei den Heidebränden führte.

Im Rahmen des Ausbildungsdienstes wurde auf die Freiflächenbrandbekämpfung eingegangen. Explizit sollte es auf ein Stoppelfeld gehen. Neben der neubeschafften Waldbrandeinsatzkiste sollten auch verschiedene Vorgehensweisen geschult werden.

Aus dem TLF wurde ein Löschangriff aufgebaut, der zur Brandbekämpfung dienen sollte. Hier entschloss man sich, die Angriffsvariante zu wählen und aktiv das Feuer zu bekämpfen. Mittels zwei D-Rohren wurde dieses erreicht. Parallel dazu wurden die Feuerpatschen bereit gelegt, um gegebenenfalls mit diesen die Brandbekämpfung zu unterstützen.

Das HLF hat die Variante Verteidigung gewählt und das Feuer von einem Maisschlag fern gehalten bzw. die Ausbreitung des Freiflächenbrandes verhindert.

Gemeinsam konnte man so an Feinheiten pfeilen und neue Varianten erarbeiten. So wurde unter anderem auch das Verlängern der D-Leitungen ab dem Verteiler geübt, um zu sehen wie viel Zeit dieser Umbau in Anspruch nimmt und wie er effektiv vorbereitet werden kann.

Erstaunt waren wir über die verlängerte Einsatzzeit. Durch den Einsatz der zwei D-Rohre könnte man mit den 3.000 L Wasser des TLF einen Löschangriff durchführen, der eine Einsatzzeit von rund 15 – 20 Minuten hat, ehe das Wasser verbraucht wäre. Hier konnte man also klare Vorteile sehen, die den Einsatz der Waldbrandeinsatzkiste samt Material rechtfertigt.

Auch für die eingesetzten Gruppenführer konnte man festhalten, dass die gewählten Einsatztaktiken oder Fahrzeugaufstellungen kontrovers diskutiert wurden, man sich aber einig war, dass alle Maßnahmen ihre Einsatzwirkung nicht verfehlt hätten.

Bedanken möchten wir uns bei Familie Reier, die ihr Stoppelfeld zur Verfügung gestellt haben, um diese Einsatzübung durchführen zu können. Für uns ist es wichtig, realitätsnah üben zu können, um unsere Einsätze effektiv und sicher durchführen zu können.

Zeltlager der Jugendfeuerwehr

In der ersten Ferienwoche ging es für unsere Jugendlichen und das Betreuerteam ins Kreiszeltlager. Insgesamt waren wir mit 11 Personen im Zeltlager am Lippesee in Paderborn.

Nachdem die Woche vor dem Zeltlager traditionell extrem stressig war oder ist, konnte man am Freitagnachmittag entspannt in die Zeltlagerwoche starten und einfach mal durchatmen. Um 15:00 Uhr setzte sich der Bus in Bewegung und fuhr gen Paderborn. Ein letzter Blick aus dem Bus bestätigte, dass alle Taschen und alle Kinder auch wirklich im Bus sind. Ausgelassene Stimmung sorgte für die nötige Heiterkeit auf der rund zweistündigen Anreise.

In Paderborn angekommen konnten wir die Zeltstadt schon sehen und rasch unser Zelt ausfindig machen. Nach dem Erstbezug unseres Zeltes konnte man sich dann schon mal umschauen, was man so finden kann und schnell wurden auch andere Jugendfeuerwehren besucht. In unserem Zeltblock „D“, wie wir uns selber nannten, lagen wir mit unseren Jugendfeuerwehren der Stadt Dassel am unteren Ende des Zeltplatzes. Man könnte sagen, wir hatten gewissermaßen unsere Ruhe. Nach den groben Einteilungen, wer, wann und wo Tisch- und Abwaschdienst haben wird, konnte in den „Abenteuerurlaub“ gestartet werden.

Am Samstag zur Lagereröffnung konnten wir neben der Landrätin Frau Klinkert-Kittel und unserem neuen Kreisbrandmeister Marco de Klein auch den Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne begrüßen. Alle ließen es sich nicht nehmen, zur Lagereröffnung eine Kleinigkeit mitzubringen. Dr. Roy Kühne hatte allen Teilnehmern des Zeltlagers eine Getränkeflasche mitgebracht, damit alle auf jeden Fall genug trinken können. Im Anschluss konnte die Gruppe Sport und Spiel, zu der auch unser Jugendfeuerwehrwart gehörte, ihre kleine Lagereröffnung darbieten. „Gemeinsam Mauern einreißen“ war das diesjährige Thema und das hat auch gut geklappt.

Neben einer Kanutour auf der Lippe, die alle toll fanden, wurde den Teilnehmern auch Technik nahe gebracht. Im Siemens Nixdorf Museum konnte man das Entstehen der PC-Geschichte sowie von der alten Telefonanlage hin zum neuen Smarthome alles weiterverfolgen. In der Sonderausstellung konnte man sich über die Raumfahrt informieren. Eine tolle Tour durch das Museum endete mit einem Ausflug in die Programmierung von einfachen Bewegungsabläufen. Wie wir sagen können lohnt sich der Besuch in diesem Museum auf jeden Fall; hier ist für jeden etwas dabei.

Neben den einzelnen Ausfahrten gab es auch verschiedene Sport- und Spiel-Aktivitäten. So wurde unter anderem Wikingerschach gespielt oder aber Völkerball. Bei beiden Spielen konnten wir einen guten Platz im Mittelfeld erlangen, mehr war leider nicht drin, aber wir waren stets bemüht. Anders war das Ganze beim Pümpeltennis. Hier konnten unsere Teilnehmer einen Platz unter den ersten 3 erlangen und strahlende Sieger konnten sich über ein Kartenspiel freuen.

Wettertechnisch hatten wir in dieser Woche eigentlich Glück. Aber wie zu jedem guten Zeltlager gehört das obligatorische Unwetter dazu. Wir konnten dank guter Vorbereitung und der nötigen Ruhe entspannt durchatmen, während andere Staudämme ausheben mussten. Zur Belustigung unserer Teilnehmer aus dem Stadtgebiet haben wir uns dann die Unwetter-Hitparade oder 100 Greatest Hits of Rain rausgesucht. Neben Klassikern wie die Perfekte Welle durfte das obligatorische Rudern zu Alohahe nicht fehlen. Um es mit den Worten unseres Jugendwartes zu sagem: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung. Außerdem machen wir das Beste daraus und verbreiten mal gute Laune“. Ob wir uns damit viele Freunde gemacht haben, wagen wir zu bezweifeln, letztlich hatten wir auf jeden Fall unseren Spaß.

Ärgerlich war nur, dass es beim Tag des Abbaus auch noch einmal geregnet hat. Unser Zelt musste so leider in nassem Zustand den Weg nach Hause antreten und das bedeutete einen Mehraufwand. Schließlich muss das Zelt nochmal im Gerätehaus aufgehängt werden, um auch richtig trocknen zu können.

Alles in allem hatten wir eine tolle Woche. Wir haben viel gelacht, jede Menge Spaß gehabt und zusätzlich konnten wir alle mehr zusammen rücken. Schließlich wohnt man eine Woche zusammen. Es wurden neue Freundschaften, auch weit über das Stadtgebiet hinaus, geschlossen und man konnte sich vernetzen und die große Jugendfeuerwehrfamilie erweitern. Trotz alledem waren alle froh, wieder zu Hause zu sein. Für die Betreuer ging es dann noch ein paar Tage weiter, denn nach dem Zeltlager ist vor dem Zeltlager.