Freitag, 13. Dezember 2019
Notruf 112
Feuerwehr Markoldendorf

Wir öffnen unser 13. Türchen, was mag sich bloß dahinter verbergen?

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Halbzeit im Vorweihnachtsmarathon

Hinter dem 12. Türchen versteckt sich – passend zum Throwback-Thursday, also dem Rückblick-Donnerstag – mal ein Bild der skurrilen Art.
Was ist daran so merkwürdig und worauf möchten wir hinaus? Ganz einfach. Sehen Sie das kleine Accessoire, das der Kamerad benutzt?
Nicht?
 
Dann helfen wir natürlich sehr gerne. Der Kamerad, der hier das Wasser aus dem Hydranten schöpft, nutzt einen originalen Ledereimer der Feuerwehr Markoldendorf aus ganz frühen Zeiten des Feuerlöschwesens. Der Ledereimer kann jetzt auf eine rund 115 Jahre alte Historie zurückblicken.
Wie hat man denn früher Wasser in die Handdruckspritzen bekommen? Wie wurde früher Feuer gelöscht? Mit der Technisierung ist es doch erst dazu gekommen, dass wir die heutigen Möglichkeiten haben. Für uns ist das Feuerlöschen doch anders gar nicht mehr möglich.
An ein Hydrantennetz war zu den Zeiten der Gründung der Feuerwehr Markoldendorf um 1902 noch nicht zu denken, von Feuerwehrfahrzeugen mal ganz zu schweigen. Damals gab es Pferdegespanne, die Handdruckspritzen gezogen haben. Das Löschmedium musste dabei per Hand in die Pumpe befördert werden. Dazu dienten die Ledereimer. Mit einer Eimerkette konnte man so die Pumpenkörper aus Holz befüllen. Eine Wasserentnahmestelle wie sie heute genutzt wird, aus Hydranten oder aus Flüssen und Bächen, war damals motorisch noch nicht möglich.
In einen Ledereimer passen rund 7,5 Liter Wasser. Das Pumpengehäuse unserer Handdruckspritze fasst rund 750 Liter Wasser bis es voll ist. Also müssen 100 Eimer in die Pumpe gefüllt werden, ehe man diese wieder betreiben kann. Feuer löschen war damals also nicht so einfach, wie wir es heute kennen.
Was früher per Hand über einige Meter Förderweg betrieben wurde, erledigen heute das gut ausgebaute Hydrantennetz und die Möglichkeit, mit Fahrzeugen und Pumpen das Wasser über Kilometer weit zu transportieren.
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Wächst der noch oder ist der so groß??

Unter diesem Motto öffnen wir mit euch das Türchen Nummer 11 unseres Adventskalenders an unserem zweiten Fahrzeug-Mittwoch. Dahinter verbirgt sich der ELW. ELW??? Was soll das denn wieder sein? Die haben auch alle komische Namen. Die Abkürzung steht für Einsatzleitwagen. Aber was macht so ein Fahrzeug und wozu dient es?
Der ELW führt bei uns viele Dinge mit sich. Neben Feuerlöschern und Handsprechfunkgeräten unter anderem auch die Feuerwehrpläne für unser Einsatzgebiet. Auf einem Feuerwehrplan werden übersichtlich und einheitlich Gebäudekomplexe dargestellt. Dort sind dann unter anderem Aufstellflächen und Umfahrungen eingezeichnet sowie Sicherheitsschalter, die Hausanschlüsse von Wasser, Strom und Gas und evtl. unterirdische Tanks für Wasser, Öl oder auch Kraftstoffe.
 
Zusätzlich führt der ELW bei uns die gesamte Messtechnik mit, wie z. B. ein Gasspürmessgerät mit verschiedenen Messköpfen. Damit können wir unter anderem den Sauerstoff- oder CO2-Gehalt messen, aber auch feststellen, ob ein explosionsfähiges Stoffgemisch herrscht. Neben dem Messgerät haben wir auch noch einzelne Prüfröhrchen dabei, mit denen wir verschiedene Stoffe messen können. Je nach vorherrschendem Stoffgemisch verfärbt sich dann ein Prüfröhrchen und man kann dann den Stoff deklarieren.
Genauso befindet sich auf dem ELW auch unsere Wärmebildkamera. Diese fährt bei uns nicht auf dem Tanklöschfahrzeug mit, sondern auf dem ELW. Warum? Ganz einfach, der ELW fährt zu allen Einsatzlagen mit raus. Auch bei einer Hilfeleistung kann man die Wärmebildkamera benutzen, um beispielsweise Verletzte zu suchen und zu finden, denn jeder Körper hat die Möglichkeit Wärme abzugeben oder aufzunehmen.
Eine wichtige Sache, die im ELW verlastet ist, ist die Atemschutzüberwachung in „XXL“. Auf zwei Flipcharts können so Großschadenslagen aufgenommen werden. Atemschutzüberwachung bedeutet, dass dort die Fäden für die Trupps unter Atemschutz zusammenlaufen. Dort werden die Drücke der Atemluftflaschen beobachtet und auch die einzelnen Lagemeldungen sortiert. Außerdem wird von der Atemschutzüberwachung aus der Sicherungstrupp koordiniert. Dieser kommt dann zum Einsatz, wenn ein Atemschutztrupp verunfallt.
Wir können feststellen, dass in einem kleinen Auto jede Menge drin stecken kann. Zusätzlich dient er natürlich auch für die Einsatzleitung als Raum für die Koordinierung der Einsatzstelle. Meistens treffen sich hier bei größeren Lagen die Gruppenführer mit den Zugführern zur Lagebesprechung und zum Austausch.
Der ELW ist also ein vielseitiges Fahrzeug, das mit den inneren Werten punkten kann und nicht mit der äußeren Größe.
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