Mittwoch, 21. Oktober 2020
Notruf 112
Feuerwehr Markoldendorf
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eiko_list_icon Großbrand auf dem Versuchsgut Relliehausen
(Einsatz-Nr. 15)

Großbrand
Brand Groß
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Einsatzort Details

Relliehausen, Waldstraße
Datum 06.08.2020
Alarmierungszeit 17:05 Uhr
Einsatzbeginn: 17:09 Uhr
Einsatzende 05:15 Uhr
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
Einsatzführer Zugführer 1. Zug
Einsatzleiter Stadtbrandmeister der Stadt Dassel
Mannschaftsstärke 15
eingesetzte Kräfte

FFW Markoldendorf
FFW Dassel
FFW Amelsen
FFW Hunnesrück
FFW Lüthorst
    FFW Portenhagen
      FFW Deitersen
      FFW Eilensen
      FFW Ellensen
      FFW Krimmensen
        FFW Hilwartshausen
        FFW Mackensen
        FFW Sievershausen
        Kreisfeuerwehr Northteim
          DRK Einbeck
          Polizei Niedersachsen
          Stadt Dassel
          Fahrzeugaufgebot   18-11-10  18-17-10  18-23-10  18-46-10  18-48-10  18-11-20  18-17-20  18-23-20  18-30-20  18-46-20  18-48-20  18-40-40  18-17-41  18-40-41  18-40-50  18-40-51  18-40-52  18-41-60  18-40-61  18-17-62  18-17-62  18-43-62  43-83-5  41-93-6  Polizei  18-10-1  18-11-62
          Brand Groß

          Einsatzbericht

          Am Donnerstag, den 06.08.2020 wurde die Ortsfeuerwehr Markoldendorf zu einer nachbarlichen Löschhilfe alarmiert.

          Gegen 17:00 Uhr ertönten im Stadtgebiet mehrere Sirenen und Meldeempfänger. Auf dem Versuchsgut der Georg-August-Universität in Relliehausen ist es zu einem Brand gekommen. Bei tropischen Temperaturen machte sich in kürzester Zeit neben unserem ELW auch das TLF auf den Weg nach Relliehausen.

          Bereits auf Anfahrt zur Schadensstelle konnten wir die extreme Rauchwolke sehen.

          Vor Ort bot sich dann die Lage, dass die brennende Lagerhalle in Vollbrand stand und das Feuer bereits auf die Stallungen übergriff. Das TLF stand auf der rückwärtigen Schadensseite, führte eine Riegelstellung aus und begann mit der Rettung der Tiere aus den Schweineställen.

          Die Wasserversorgung gestaltete sich insgesamt schwierig, sodass mit dem TLF unter anderem auch ein Wasserpendelverkehr aus Dassel aufgebaut wurde. Im späteren Verlauf waren an diesem Einsatzabschnitt und dem Wasserpendelverkehr auch die Feuerwehren aus Hardegsen und Uslar beteiligt.

          Zu einem späteren Zeitpunkt wurde dann gemeinsam mit den Kameraden aus Stadtoldendorf und ihrem Teleskopmastfahrzeug die Brandbekämpfung durchgeführt.

          Die nachrückenden Kräfte aus Markoldendorf begannen mit dem Aufbau einer Wasserversorgung über Lange-Wegestrecke. Dafür wurde bei der Firma Hahnemühle eine Wasserentnahmestelle eingerichtet. Auf dem Gelände ist man an eine sich nachspeisende Zisterne mit 330 m³ Füllvolumen gegangen. Gemeinsam mit dem Löschzug 5 wurde die erste Wasserförderstrecke aufgebaut und zeitnah in Betrieb genommen. Wegen der Entfernung von ca. 800 m mussten zunächst Rollschläuche verlegt werden. Als Entnahmepumpe stand dafür das LF20 KATS, das neu im Stadtgebiet stationiert ist. Die Förderstrecke führte direkt an die Riegelstellung und speiste die Einsatzstelle in Richtung Biogasanlage.

          Nach dem die erste Förderstrecke aufgebaut war, wurde aus der Entnahmestelle mithilfe des SW2000 aus der FTZ Northeim noch eine weitere Förderstrecke aufgebaut. In dieser haben wir dann mit unserem LF8 die Wasserförderung übernommen. Neben der Vorbaupumpe haben wir auch unsere TS in Betrieb gehabt. Insgesamt wurde so über 10 Stunden lang Wasser gefördert. Die Übergabe des Wassers aus dieser Förderstrecke erfolgte an die Kameraden aus Stadtoldendorf, die damit den Teleskopmast eingespeist haben.

          Noch in der Nacht haben wir die Wasserförderstrecke zurückgebaut.

          Die TLF-Besatzung hat in der Nacht bei der Rettung von weiteren Tieren geholfen, die den Brand überlebt haben.

          Aufgrund unserer Einbindung in die Wasserförderstrecke, rückten alle Einsatzkräfte gemeinsam gegen 4:00 Uhr ab. Im Gerätehaus wurde dann noch die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt, sodass unsere Fahrzeuge gegen 5:00 Uhr wieder einsatzbereit waren.

          Insgesamt sind trotz aller Mühen der rund 250 Einsatzkräfte von THW, DRK und Feuerwehr rund 1.200 der 2.500 Tiere verbrannt. Dieser Einsatz wird allen Einsatzkräften im Gedächtnis bleiben, nicht nur wegen des Geruchs sondern auch wegen aller Eindrücke und Geräusche ringsherum.

          Die Rauchwolke
          Sichtbar war Sie bis nach Dransfeld
          Bei Ankunft der Fahrzeuge
          Nach der Ankunft an der Einsatzstelle - Foto wurde uns bereit gestellt
          Riegelstellung
          Riegelstellung zu einem noch intakten Stallgebäude
          Aufbau der Wasserförderstrecke
          Das LF 8 vor dem versuchsgut - kurz vor dem Wasserübergabepunkt
          Die Transportleitungen
          Blick über die Wassertransportleitungen
          Einsatzbereich des TLF
          Die Einsatzstelle mal aus einem anderen Blickwinkel - Rechts die Stütze des Teleskopmast der FF Stadtoldendorf
          Anblick bei Nacht
          Ein Bild der Hell erleuchteten Einsatzstelle - während der Maßnahme des THW