Montag, 19. August 2019
Notruf 112
Feuerwehr Markoldendorf

Dienstabend Vegetationsbrandbekämpfung

Am vergangenen Dienstag stand bei uns der erste Dienstabend nach der Sommerpause auf dem Plan. Den Einstieg in das Dienstgeschehen nutzten wir, um auf die aktuellen Temperaturen oder aber auch die Trockenheit einzugehen. Schließlich konnte man vor 44 Jahren sehen, wohin eine langanhaltende Trockenheit bei den Heidebränden führte.

Im Rahmen des Ausbildungsdienstes wurde auf die Freiflächenbrandbekämpfung eingegangen. Explizit sollte es auf ein Stoppelfeld gehen. Neben der neubeschafften Waldbrandeinsatzkiste sollten auch verschiedene Vorgehensweisen geschult werden.

Aus dem TLF wurde ein Löschangriff aufgebaut, der zur Brandbekämpfung dienen sollte. Hier entschloss man sich, die Angriffsvariante zu wählen und aktiv das Feuer zu bekämpfen. Mittels zwei D-Rohren wurde dieses erreicht. Parallel dazu wurden die Feuerpatschen bereit gelegt, um gegebenenfalls mit diesen die Brandbekämpfung zu unterstützen.

Das HLF hat die Variante Verteidigung gewählt und das Feuer von einem Maisschlag fern gehalten bzw. die Ausbreitung des Freiflächenbrandes verhindert.

Gemeinsam konnte man so an Feinheiten pfeilen und neue Varianten erarbeiten. So wurde unter anderem auch das Verlängern der D-Leitungen ab dem Verteiler geübt, um zu sehen wie viel Zeit dieser Umbau in Anspruch nimmt und wie er effektiv vorbereitet werden kann.

Erstaunt waren wir über die verlängerte Einsatzzeit. Durch den Einsatz der zwei D-Rohre könnte man mit den 3.000 L Wasser des TLF einen Löschangriff durchführen, der eine Einsatzzeit von rund 15 – 20 Minuten hat, ehe das Wasser verbraucht wäre. Hier konnte man also klare Vorteile sehen, die den Einsatz der Waldbrandeinsatzkiste samt Material rechtfertigt.

Auch für die eingesetzten Gruppenführer konnte man festhalten, dass die gewählten Einsatztaktiken oder Fahrzeugaufstellungen kontrovers diskutiert wurden, man sich aber einig war, dass alle Maßnahmen ihre Einsatzwirkung nicht verfehlt hätten.

Bedanken möchten wir uns bei Familie Reier, die ihr Stoppelfeld zur Verfügung gestellt haben, um diese Einsatzübung durchführen zu können. Für uns ist es wichtig, realitätsnah üben zu können, um unsere Einsätze effektiv und sicher durchführen zu können.

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